All We Need is (Artistic) Research?

11.06.2013
Location

FHNW HGK – Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel Dreispitz

Time

16h - 17h30

Speakers

Gabriela Christen (HSLU), Giaco Schiesser (ZHdK), Gregor Haefliger (SBFI)

Moderation

Christoph Keller

Bilanzen und Perspektiven zur künstlerischen Forschung an den Kunst(fach)hochschulen.

2005 wurde die Bologna-Reform auch für die Kunsthochschulen umgesetzt und der Leistungsauftrag Forschung in den Grundlagen verankert. Summarisch kann man versuchen, Bilanz zu ziehen, aufzurechnen, durchzubuchstabieren, was seither geschehen ist, wie viele Forschende an den Kunsthochschulen ihren Platz gefunden haben bzw. ‚entstanden’ sind und auch, welche Forschungsprojekte in der Zeit aufgegleist und durchgeführt wurden. Zur Kenntnis nehmen und auch oft freuen kann man sich über die Resultate dieser Projekte, die in Form von Büchern, DVDs, Ausstellungen etc. einem manchmal engeren, manchmal breiteren Publikum vorgestellt und zugänglich gemacht wurden.

Immer wieder aber wurde in dieser und vor allem letzter Zeit Kritik geäussert an den Entwicklungen im Bereich der so genannten artistic research. Besorgte oder auch skeptische Stimmen meinten, dies sei „alter Wein in neuen Schläuchen“ (Radio SRF, Reflexe, 13.2.2013), keine ‚richtige’ Forschung, habe unklare Aufgaben und unscharfe Absichten. Brisant ist diese Kritik gerade deshalb, weil das Damoklesschwert der Politik, von der ursächlich der Auftrag kam, über den aktuellen Strukturen und den vorgesehenen Entwicklungen der Forschung an Kunsthochschulen letztlich ein Stück weit auch zu hängen scheint. Anlässlich eines SARN-Podiums möchten wir deshalb mit einigen forschungs- und hochschulpolitischen ExponentInnen Einschätzungen diskutieren, in welche Richtung sich die Forschung an den Kunsthochschulen denn in den nächsten Jahren entwickeln kann und soll.

Ziel soll sein zu diskutieren, wie DirektorInnen von Kunsthochschulen, Forschungsverantwortliche der Fachhochschulkonglomerate, aber auch wissenschaftspolitische Verantwortungsträger (z.B. des SBFI) die Forschung im Kunsthochschulbereich beurteilen und zusammen mit Ihnen zu fragen, wohin sich diese hin bewegen kann und soll. Ist es gelungen, die praktische Ausbildung mit theoretischen Auseinandersetzungen und methodischen Überlegungen zu verknüpfen? Welche inhaltlichen Schwerpunkte wurden dabei sichtbar? Sind die Strukturen, die geschaffen wurden, geeignet, um die Forschung voranzubringen, was wäre möglicherweise anzupassen?